Weideprojekt Glanrind im Wiesental

Weideprojekt Glanrind im Wiesental

Was macht das Rind am Glan? 

Der Glan, der hauptsächlich durch Rheinland-Pfalz fließt, um schließlich in der Nahe zu münden, hat seinen Ursprung ganz bei uns um die Ecke, in Höchen. Das so genannte Wiesental säumt die ersten wenigen Kilometer des Baches, der dann weiter – in der Warbach – eine natürliche Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz bildet und dann kurz vor Waldmohr die Grenze zum benachbarten Bundesland übertritt. Das Wiesental wurde ursprünglich bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts noch landwirtschaftlich genutzt. Da diese kleinstrukturierte Wiese mit ihren vielen Obst- und Nussbäumen aber mit modernerem Gerät nicht zu bewirtschaften ist, entwickelte sich im Laufe der Zeit eine durch Hecken und Büsche dominierte Vegetation.  

Seit langem ist die Jagdgenossenschaft Höchen bestrebt die Flächen im Wiesental offen zu halten, um einerseits den ursprünglichen Zustand einer Kulturlandschaft zu wahren und um andererseits dem Niederwild Äsungsflächen zu bieten. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass die durchgeführten mechanischen Pflegemaßnahmen stets sehr schwierig waren und leider auch nicht nachhaltig.  

Um diesem Problem zu begegnen hat eine kleine Gruppe interessierter und engagierter Bürger aus Höchen, die zusammen den Arbeitskreis „Natur um Höchen“ bilden, beschlossen die verbuschten Grasflächen einzuzäunen und mit Rindern zu beweiden, um die ursprüngliche Kulturlandschaft wiederherzustellen. Gesagt getan! Im Juni 2019 begannen die Arbeiten am Zaun. Mit tatkräftiger Unterstützung durch den Arbeitskreis selbst, den Jägern vom Höcherberg und anderen motivierten und interessierten Bürgern wurde der Zaun bereits im Juli fertiggestellt.  

Wir vom Feilbacherhof unterstützen dieses Projekt, indem wir für die Rinder und die Pflege dieser aufkommen. Bei der Frage, welche Rasse wohl am geeignetsten sei, fiel die Wahl sofort auf das Glanrind. Das Glanvieh ist eine Rasse, die ihren Ursprung in der Region um den Glan und den Donnersberg hat. Ende des letzten Jahrhunderts war diese Rasse fast ausgestorben, konnte aber durch züchterische Bemühungen doch erhalten werden. Im Wiesental leben jetzt Sändy und ihr Sohn Christian mit zwei noch unbenannten Freundinnen.